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ERP / PPS / Prozesse > Wissensmanagement > Grundlagen

Grundlagen

Unternehmen und Organisationen haben mittlerweile erkannt, dass Informationen und insbesondere Wissen einen enormen Wert haben, um aktuelle Anforderungen, die aus dem Markt, den technischen Innovationen und durch die Globalisierung entstehen, zu bewältigen. Dieser Artikel führt in die grundsätzlichen Überlegungen zum Wissensmanagement ein. Vielfach ist nämlich ebenfalls zu beobachten, dass erst Unternehmen ab einer bestimmten Größe überhaupt Ressourcen finanzieller und personeller Art aufwenden, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen und Wissen als Verteidigungs- und Angriffswaffen zu verwenden. Dies ist allerdings sehr nachteilig zu sehen, weil für jede Unternehmensgröße relevantes Wissen über Konkurrenten, das Marktumfeld oder die eigenen Prozesse, Kunden und Lieferanten existiert, das – gut genutzt – zu Markt- und Wettbewerbsvorteilen umgewandelt werden kann. Darüber hinaus ist auch aufgrund einer Reihe von standardisierten Software-Produkten eine Vereinfachung und Kostenverringerung zu beobachten, wenn dieses Wissen erfasst und genutzt werden soll. Systeme im Bereich des Wissensmanagement sind durchaus auf für mittelständische Unternehmen in greifbarer Reichweite.

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Wissensmanagement

Grundlagen des Wissensmanagements

Man spricht von unserer Gesellschaft als Wissensgesellschaft bzw. von unserem Zeitalter als Wissenszeitalter. Nun ist es besonders wichtig, die Ressource Wissen gezielt zu nutzen, weil die Erfahrung von Mitarbeitern und ihr Wissen um effiziente Prozesse und Techniken genauso wichtig ist wie das Wissen, das aus Informationen generiert werden kann, die von Kunden, Lieferanten oder aus sonstigen externen Quellen beschafft werden können. Das intellektuelle Kapitel eines Unternehmens lässt sich dabei als Summe des gesamten Wissens der einzelnen Mitarbeiter betrachten. Es ermöglicht bei guter Nutzung und natürlich entsprechender Pflege und Verbesserung im Regelfall einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen zu erlangen.

Neue Aufgaben für Unternehmen
Diese Bedeutung ist in der Zeit nach der Entwicklung und immens schnellen Ausbreitung des Internets und erhöhter Nutzung von Softwareprodukten besonders angestiegen. Dabei versteht man unser einer Revolution eine plötzliche, einschneidende und umfassende Veränderung, d.h. einen Umschwung im bisher Vertrauten. Dies fußt auf einer Reihe von sich teilweise gegenseitig bedingenden Effekten: Die Märkte öffnen sich durch die so genannte Globalisierung in einem Maße, der bisher nicht bekannt war, was sich auch in solchen Schlüsselbranchen wie der Logistik nachvollziehen lässt. Dies führt mit einer Internationalisierung der Märkte dazu, dass Unternehmen vor völlig neuen Aufgaben gestellt werden, sich mit Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie auch mit Konkurrenten auseinanderzusetzen, die nicht mehr regional verortbar sind. Dies betrifft darüber hinaus durchaus nicht nur die großen Organisationen, die ihre Zulieferer aus der ganzen Welt aussuchen und dadurch ihre bisherigen, regionalen Zulieferer in eine Konkurrenzsituation mit der ganzen Welt befördern. Man kann dies auch an den privaten Konsumverhaltensweisen erkennen, wo auf Grundlage einer viel besseren Marktinformation Preise und Qualitäten überregional verglichen und beschafft werden können. Als weiterer Aspekt lässt die Verlagerung von Produktionsstandorten in so genannte Billiglohnländer und wiederum ihr wirtschaftlicher Aufstieg bis hin zum Verlust ihres Billiglohnstatus nachvollziehen. Insbesondere durch die rasche Ausbreitung des Internets und weiterer Netzwerk- und Software-Technologien ist es auch in bisher technisch wenig entwickelten Regionen möglich, sich allumfassende Informationen zu Märkten, Produkten, Unternehmen und sonstigen Gegebenheiten zu verschaffen.

Neurausrichtung von Unternehmen

Diese ganzen einzelnen Aspekte bedingen, dass Unternehmen eine Neuausrichtung in zwei Bereichen bedürfen. Dies sind zum einen die Wettbewerbsstrategien und zum anderen die Wertschöpfungsstrategien. Als Wettbewerbsstrategien bezeichnet man die Methoden, die ein Unternehmen anwendet, um sich gegenüber Konkurrenten durchzusetzen, sich im Markt zu positionieren. Als Wertschöpfungsstrategien bezeichnet man dagegen diejenigen Techniken, welche Unternehmen einsetzen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu erstellen oder durchzuführen. Dies bezieht sich auf Verfahrensweisen, Kostenstrukturen und allgemeinen Vorgehensweisen, die sich möglicherweise von anderen Unternehmen und ihren Prozessen unterscheiden. Sie führen im Normalfall zu anderen Produkt- und Dienstleistungsstrukturen, was wiederum zu einer besonderen Marktposition und damit einer entsprechenden Wettbewerbsstrategie führt.

Durch die Berücksichtigung von Wissen als eigenem Produktionsfaktor, der für die charakterliche Ausbildung des Unternehmens den Nährboden bildet, hat sich eine ganz andere Betrachtung von Organisationen ergeben. Insbesondere zu Beginn der Industrialisierung betrachtete man die Organisation als eine real vorhandene und fast stoffliche Einheit, die sich aus solchen Elementen wie Grundstücken, Gebäuden als Hülle und natürlich den Maschinen als Umwandler für die eingesetzten Rohstoffe und den Menschen als durchführende und regelnde Kraft zusammensetzte. Dies führte dazu, dass in der betriebswirtschaftlichen Perspektive insbesondere die Güter- und Materialflüsse sowie ihre Umwandlung im Vordergrund standen. In der Managementliteratur und auch in der Softwaretechnik, welche immer stärker diejenige Technik bildete, welche Verbesserungen in den Unternehmen umsetzen konnte, entstanden solche Maßnahmen wie Business Reengineering, Prozessmanagement, Total Quality Management, Kaizen und Kanban. Als diese zum Teil heute noch mit großem Erfolg eingesetzten Techniken entwickelt wurden, nahm man an, dass ihre möglichst gute Umsetzung eine fast endgültige Lösung von betrieblichen Herausforderungen darstellte. In Wirklichkeit jedoch haben diese Techniken, die heute durchaus ihren Wert nicht verloren haben, einen Untergrund bereitet, auf dem die Techniken des Wissensmanagement aufsetzen oder die auch diese Techniken positiv beeinflussen.
Es entstanden auf der Basis dieser Techniken weitere Versuche, um Märkte aktiv zu beeinflussen, kundenorientiert zu produzieren, die interne Organisation beständig anzupassen und zu verändern, mit sich verkürzenden Innovationszyklen und Moden umzugehen, ein hohes Innovationstempo umzusetzen und leistungsstarke Produktions- und Dienstleistungssysteme einzusetzen. Dadurch treten solche Fähigkeiten wie Ideen, die Kreativität, das eigene Unternehmens- und Markenimage, Problemlösefähigkeiten, die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse zu antizipieren und im Vorfeld darauf zu reagieren, die Geschwindigkeit in Forschungs- und Entwicklungsprozessen zu meistern und kontinuierlich zu lernen, in den Vordergrund.

Notwendigkeit einer Wissenskultur

In diesem Zusammenhang gibt es immer mehr Menschen in Organisationen, die sich zu großen Teilen ihrer Arbeitszeit mit der Beschaffung, Bewertung und Nutzung von Informationen beschäftigen. Dies erfordert eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen, die sowohl im Bereich der Software-Technik als auch in der Organisation selbst angesiedelt sind. In organisatorischer Weise ist sie verbunden mit Kommunikation, Transaktion und Interaktion. Dies setzt eine soziale Struktur voraus, in der solche Prozesse ermöglicht und auch tatsächlich durchgesetzt werden. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass der Prozess, in dem Wissen erarbeitet wird, permanent durchgeführt wird. Wissen muss kontinuierlich verifiziert oder falsifiziert, d.h. im Hinblick auf seine Richtigkeit und Verwertbarkeit kontrolliert werden, es bedarf einer beständigen Verbesserung und ist stets auch mit der Gefahr der Unwissenheit und Ungenauigkeit verknüpft. Durch diese Wissensarbeit erst können überhaupt die positiven Effekt des Wissens entfesselt werden. Die Implementierung entsprechender Infra-Strukturen ist jedoch ein eigenständiger Aufgabenbereich, der sich immer wieder auch in Projekten mit hohem Software-Anteil widerspiegeln, die in diesem Bereich durchgeführt werden.

Hürden bei der Wissensnutzung

Organisatorische Schwierigkeiten, welche eine erfolgreiche Einrichtung von wissensbasierten Systemen und einer entsprechenden Unternehmenskultur verhindern können, sind in einer ganzen Reihe von Ursachen zu suchen. Sie müssen ebenfalls im Rahmen eines entsprechenden Software-Projekts gebändigt werden. Folgende kann man nennen: vergleichbare Problemstellungen werden an verschiedenen Orten des Unternehmens bearbeitet, aber es findet kein Austausch über erfolgreiche Techniken statt; es fehlt ein Dienstweg, auf dem erfolgreiche Techniken und damit Wissen transportiert werden könnte; es mangelt der Organisation an Wissen von Mitarbeitern aus dem privaten Bereich oder früheren Beschäftigungen; es existieren keine Kommunikationswege, um Kunden- oder Lieferantenhinweise an die Stellen zu befördern, die sie tatsächlich für Innovationen und Verbesserungen nutzen können; es werden nur die Arbeitsergebnisse festgehalten und bewertet, nicht jedoch die Techniken und damit der erfolgreiche Weg, der zur Erstellung des Ergebnisses zurückgelegt wurde; Wissen verlässt mit einem Mitarbeiter das Unternehmen, ohne dass es eine Möglichkeit oder Verpflichtung geben würde, dieses Wissen weiterzugeben; Mitarbeiter, die kurzfristig ausfallen, haben kein Wissen in Form eines Ersatz-Mitarbeiters hinterlassen; die Organisation erfährt nichts von Innovationen und dadurch drohenden Wettbewerbsveränderungen.

Allgemeine Lösungsansätze

Software-Produkte in Form von Wissensmanagement-Systemen oder auch Analyse-, Berichts- oder Expertensystemen bilden die technische Basis für die Einrichtung eines Wissensmangements und dem Vorhanden sein von Business Intelligence, stellen aber durchaus nicht das gesamte Fundament dar, um erfolgreich Wissen zu nutzen. Man kann hier zwischen Tiefen- und Oberflächenstrukturen unterscheiden. Es sind insbesondere die Tiefenstrukturen, die in besonderem Maße organisationale Intelligenz aufweisen sollten, um Produkte oder Dienstleistungen anbieten zu können, die deutlich über den Fähigkeiten eines einzelnen Individuums liegen. Als Oberflächenstrukturen bezeichnet man dann genau die Ergebnisse dieser verschiedenen Prozesse in Form von Gütern und Dienstleistungen. Sie basieren auf dem intellektuellen Kapital, das man auch als Tiefenstrukturen bezeichnen kann. Es setzt sich aus einer ganzen Reihe von einzelnen Komponenten zusammen, die in der nachfolgenden Abbildung auch angegeben sind. Sie bestimmen die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die als Dach auf diesen Tiefenstrukturen aufsetzen. Genau an dieser Basis setzt Wissensmanagement mit seinen verschiedenen Techniken und Software-Lösungen ein, die allerdings alle auch in der Organisation und der Psyche von Mitarbeitern verankert sein müssen.

Unterstützung durch die Comelio GmbH

Die Comelio GmbH bietet eine große Auswahl an Dienstleistungen im Bereich des Wissensmanagement ein. Diese betreffen vorrangig die Erstellung von individuellen Systemen zur Wissensanalyse in Form von Berichts-/Experten- oder Analyse-Systemen, die nur zu geringen Teilen auf fertigen Produkten von Microsoft oder Oracle aufsetzen. Sie haben normalerweise einen sehr umfangreichen Anteil an individueller Software-Entwicklung und nutzen nur Kern-Technologien dieser Anbieter. Wenn jedoch ein reines Systems zum Wissensmanagement zum Einsatz kommen soll, dann untersucht die Comelio GmbH die verschiedenen fertigen Produkte am Markt, bietet selbst fertige Lösungen an und versucht, für die gestellten Anforderungen eine möglichst gute Kombination aus Standard-Produkt mit hoher Investitionssicherheit und individueller Anpassung oder Erweiterung zu finden. Im reinen Dienstleistungsbereich können verschiedene Berater mit unterschiedlichen technologischen Schwerpunkten auch Unternehmen, die wissensbasierte Systeme einsetzen wollen, bei der Architektur, Planung und vor allen Dingen auch organisatorischen Installation und Umsetzung im Rahmen eines solchen Projekts unterstützen.

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